Die beiden Gemälde "Aufrecht stehen..." von Reinhard Minkewitz sowie "Arbeiterklasse und Intelligenz" von Werner Tübke sind ab sofort im Hörsaalgebäude der Universität Leipzig zu sehen. Zum Auftakt der Dauerausstellung hatten am heutigen Montag, 30. März 2015, die Stiftung Friedliche Revolution und die Universität Leipzig zu einer festlichen Vernissage eingeladen. Beide Kunstwerke können montags bis freitags jeweils zwischen 7:00 und 21.00 Uhr besichtigt werden.

Oberbürgermeister Burkhard Jung würdigte die Rolle von Erich Loest "Wir haben es auch Erich Loest zu verdanken, dass das Tübke-Bild, das nun einmal zur Geschichte der Leipziger Universität gehört, einen Kommentar bekommt, einen Partner, eine historische Ergänzung."
Tübke-Gemälde spiegelt die Geschichte der Universität zu Zeiten der DDR wider
Auf dem Tübke-Gemälde aus den 1970er Jahren sind mehr als 100 Personen dargestellt - Mitglieder und Studenten der damaligen Karl-Marx-Universität, Bauarbeiter des Universitätsneubaus am Augustusplatz und drei politische Funktionäre. Das Werk bietet viele Interpretationsspielräume, dass zeigt sich allen schon an der Vielzahl an Vorträgen und Bücher die darüber gehalten und geschrieben worden sind.
Das 3,20 mal 14 Meter große Tübke-Wandbild entstand von 1970 bis 1973 als Auftragsarbeit für die Karl-Marx-Universität und wurde im damaligen Hauptgebäude platziert. Nun hängt es im Hörsaalgebäude im Foyer des zweiten Obergeschosses.
Das Kunstwerk Tübkes gilt als authentisches Zeugnis der Geschichte der Universität Leipzig zu Zeiten der DDR. Es ist eines der wichtigsten wandgebundenen Monumentalgemälde dieser Zeit. Wegen der ständigen Klimaschwankungen in der Umgebung muss es in einer speziell dafür hergestellten Vitrine ausgestellt werden. Das Gemälde ist auf eine wenig verdichtete Spanplatte aus DDR-Produktion gemalt, sodass diese Schwankungen ohne die Klimavitrine direkte Auswirkungen auf die Malschicht zur Folge gehabt hätten.
Wichtige finanzielle Förderer des von der Kustodie der Universität Leipzig koordinierten Vitrinenprojektes für das Tübke-Werk sind Brigitte Tübke-Schellenberger und Dr. Eduard Beaucamp. Noch werden weiterhin Spender für das Projekt gesucht.
Mόνο κάτι νεοφώτιστοι Γερμανοί σκούζουν πιο δυνατά απο τους αυθεντικούς


